ElAN
Abwärme klug nutzen in Wärmenetzen der nächsten Generation
Fast ein Drittel des deutschen Energieverbrauchs entfällt auf Raumwärme und Warmwasser – noch überwiegend aus fossilen Quellen, während zugleich riesige Mengen Abwärme ungenutzt verloren gehen. Diese Abwärme – etwa aus Rechenzentren, Gießereien oder Supermärkten – über moderne Niedertemperatur-Wärmenetze in eine lokale Kreislaufwirtschaft einzuspeisen, birgt großes Einsparpotenzial, stellt den Netzbetrieb aber vor neue Herausforderungen: Strömungen kehren sich um, Industriekunden speisen stoßweise ein, und Temperaturen sowie Drücke müssen dennoch verlässlich gehalten werden. Das Verbundprojekt ElAN entwickelt die mathematischen Modelle, Simulationen, Optimierungsverfahren und eine vorausschauende Regelung, um solche dynamischen Netze sicher und effizient auszulegen und zu steuern. Getragen von den Universitäten Konstanz, Trier und Stuttgart sowie dem Fraunhofer ITWM unter Beteilung des Anwendungspartners Rechenzentrum für Versorgungsnetze Wehr, verbindet das Vorhaben physikalische Modellierung mit effizienter Modellreduktion für den praktischen Einsatz. So unterstützt ElAN die kommunale Wärmewende und die Dekarbonisierungs- und Nachhaltigkeitsziele der Hightech Agenda Deutschland.