MONES

Optimierte Nahwärmenetze und Erdwärmespeicher für die Wärmewende

Wärme macht in Deutschland einen ähnlich großen Anteil am Energiebedarf aus wie Strom – und wird noch überwiegend aus fossilen Quellen erzeugt. Die Wärmewende gelingt nur, wenn ganze Wohnquartiere erneuerbare Quellen wie Solarthermie und Geothermie gemeinsam nutzen, etwa über Nahwärmenetze mit Erdwärmespeichern. Deren Betrieb ist jedoch anspruchsvoll: Erneuerbare Wärme schwankt saison- und wetterbedingt, und Erdwärmespeicher reagieren wegen der trägen Wärmeleitung im Erdreich nur langsam. Das Verbundprojekt MONES entwickelt mathematische Verfahren, um solche Systeme als digitale Zwillinge abzubilden und ihre Auslegung, Speicherung und Steuerung vorausschauend zu optimieren – auch dort, wo Gebäude zugleich Wärme erzeugen und verbrauchen („Prosumer"). Dafür verbindet das Vorhaben Optimierung, Stochastik, Numerik und maschinelles Lernen. Getragen von der BTU Cottbus-Senftenberg und dem KIT gemeinsam mit den Ingenieurpartnern eZeit Ingenieure und hartig & ingenieure, fließen die Ergebnisse in Planungswerkzeuge ein – ein Beitrag zur Dekarbonisierung der Wärme im Sinne der Hightech Agenda Deutschland.