MOSinLine

Nachhaltige Liefernetzwerke für den Lebensmittelhandel

Volle Regale bei niedrigen Kosten und guter Ökobilanz – im Lebensmitteleinzelhandel ist das ein Dilemma: Hohe Warenverfügbarkeit steigert den Umsatz, führt aber zu zusätzlichen Transporten, Überbeständen und Lebensmittelabfällen. Rund ein Drittel aller produzierten Lebensmittel wird nicht konsumiert; ihre Vermeidung könnte die globalen Treibhausgasemissionen spürbar senken. Das Verbundprojekt MOSinLine entwickelt mathematische Verfahren, die Liefernetzwerke über alle Planungsebenen hinweg optimieren – von der langfristigen Standortplanung bis zur täglichen Belieferung – und dabei die unsichere Nachfrage sowie das Zusammenspiel der Ebenen explizit berücksichtigen. Mit robuster, mehrstufiger Optimierung und einem simulationsgestützten, iterativen Verfahren werden Emissionen und Abfälle erstmals als eigenständige Optimierungsziele behandelt. Getragen von der TU München und der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf gemeinsam mit dem Logistikspezialisten WITRON, verbindet das Vorhaben Mathematik, Logistik und Nachhaltigkeitsmanagement. So unterstützt MOSinLine Klimaschutz und Ressourceneffizienz im Handel – im Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen der Hightech Agenda Deutschland.