HIRO

Hierarchische Rekonstruktion in der optischen Bildgebung

Die optische Bildgebung – Fluoreszenz- und Biolumineszenztomographie – erlaubt es, in der biomedizinischen Forschung Wirkstoffe, Zellen oder Tumoren im lebenden Organismus dreidimensional sichtbar zu machen, ganz ohne Radioaktivität. Ihr volles Potenzial bleibt bislang ungenutzt, weil die Bildrekonstruktion ein mathematisch sehr schwer lösbares Problem ist. Das Verbundprojekt HIRO entwickelt dafür neue, beweisbare Rekonstruktionsverfahren, die hierarchische Modelle und effiziente “Monte-Carlo-“ sowie „Ensemble-Methoden“ kombinieren und Unsicherheiten gezielt quantifizieren. Beteiligt sind die Universität Mannheim, die RWTH Aachen, das KIT und die Uniklinik RWTH Aachen, flankiert von Anwendungspartnern aus Geräte-, Software- und Materialforschung. Genauere und sensitivere Bilder machen das Verfahren konkurrenzfähig zu nuklearmedizinischen Methoden, beschleunigen die Arzneimittelentwicklung und reduzieren aus ethischen wie wirtschaftlichen Gründen die Zahl benötigter Versuchstiere erheblich. Mit der Verbindung verlässlicher Mathematik, KI und Medizintechnik stärkt HIRO die Gesundheitswirtschaft und die in der Hightech Agenda Deutschland verankerten Schwerpunkte KI und Gesundheitsforschung.